gespräche

gespräche, gespräche,

gespräche als abdichtungsflachs.

das werg zwischen den menschen:

sie wollen sich verkitten.

die abstände werden zugestopft

aus gewohnheit oder angst;

in der hoffnung auf annäherung;

für sozialisierung, maskierung,

spinnen von fangnetzen,

für illusionstaxidermie, fürs „träumen zwischen obst“.

das werg ist allgegenwärtig, es liegt in der luft, 

es fliegt in den mund, in die nase, der pappelflaum.

wie wäre es mit ineinanderwachsen?

auch wenn es nachher zersägt wird

ohne narkose.

Veröffentlicht von

juliag

Julia Grinberg, Mitglied des „Salon Fluchtentier“. Zu hören bei Lesezimmer.de, zu lesen bei: Fixpoetry, Verlagshaus Berlin, Signaturen, Seitenstechen (Homunculus Verlag), MosaikZeitschrift, außer.dem. Header-Bild: Lesezimmer.de

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