hier zu lesen ist ein gedicht, das ich gleichzeitig auf deutsch und russisch erträumte.
ich stelle mir manchmal die frage, wie wohl all die schalter zahnrädchen da oben funktionieren.
hier zu lesen ist ein gedicht, das ich gleichzeitig auf deutsch und russisch erträumte.
ich stelle mir manchmal die frage, wie wohl all die schalter zahnrädchen da oben funktionieren.
die lyrischen / delirischen und prosaischen texte von mir sind auf russisch teils HIER publiziert. rest bleibt erst mal außer sicht.
über das betrieb / textuellen trieb / auf deutsch wird genau an der stelle kundgegeben.
ich kläre noch namensgewirr auf
Alexander Khurgin
Panorama
Die Schlange, plötzlich unerwartet lang. Endete draußen. So `ne Schlange ist selten für Deutschland. Und wer da alles nicht stand, in der Schlange. Direkt vor ihnen ein uralter Greis mit einem ungefähr sechszehnjährigen Bengel. Wären nicht seine zwei Krücken, der Greis könnte nicht stehen.
– Die sprechen English,- sagte Aljona leise.
– Ich hör`s, – antwortete Kasankin. A. Khurgin. Panorama (aus dem russischen) weiterlesen
die kontaktfreudigen rentner beim morgendlichen einkauf – das leben heute ist übertrieben. raus aus dem laden. herbstregen verbessert den allgemeinen zustand, wischt die altlauten ab, putzt das bunte laub bis es glänzt und tickt anschließend an meine fenster. das uhrwerk des wasserkreislaufs, nass und taktvoll.
zu hause tee, telefonate, tombola. ein gedicht, auf russisch gesprochen, katapultiert mich ins jenseits, ehe ich denken kann. bin ein luftballon, aufgepustet, nicht verschlossen. wieder runter. verschnaufe. lese mich auf.
und der regen prasselt rasch, mittlerweile, hämmert sanft aber entschieden ans dachfenster, als ob er mir sagen möchte: darf ich bei dir übernachten?
***
die einsamkeit besiegen
ihre ränder abbrechen
wie die einer hostie
ihre ableger abreißen
nach und nach
die einsamkeit besänftigen
mit madrigalen und
heiligen säuglingen
die einsamkeit sättigen
ins klaffende loch
keusche jungfrauen und
gefallene engel werfen
bis wir fertig sind
***
обламывать края
одиночеству
как просвирке
умащивать одиночество
мадригалами и
святыми младенцами
насыщать одиночество
кидать в его черную пасть
девственниц
падших ангелов
ну хватит уже
ну хватит
***an das loch im himmlischen grießbrei
die wolkige pulpe mit lichtung
erlaubt einen blick in die blaue emaillie
da, die x-te dimension
gottesrohr, gottesohr und auge
ich weiß jetzt durchaus wohin
die einsamen socken
die silbernen löffel
die schlüssel vom haus
verschwinden an das loch im himmlischen grießbrei // chor // traffic weiterlesen
“Manchmal schmerzhaft direkt, manchmal bildreich abstrakt, manchmal erfrischend surreal. Leichtfüßig, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren. Oft genug mit einem Augenzwinkern, und doch bestimmt.” – LESEZIMMER.INFO