Julia Grinberg hat eine besondere Gabe: Im oft skurrilen Moment des Alltags legt sie die Substanz seines Sinns frei. Sie ist im Zwei Terroirs, zwei Zungen: 29.08.2026 Hattenheim weiterlesen
Kategorie: prosa
im Odenwald fragte Kurt, warum ich schreibe

1. Schreiben als Existenzbescheinigung:
Am Anfang schrieb ich, um mit jemandem zu sprechen, der nicht da war. Es gab niemanden, dem ich alles sagen konnte, ich habe lange gesucht, offen gestanden, ich im Odenwald fragte Kurt, warum ich schreibe weiterlesen
Autorenlounge: „Dazwischen ist mein Daheim“

Zur Info:
hr2-Kultur „Am Nachmittag“
Am 13.11.2025 bin ich im Hessischen Rundfunk, hr2-kultur, im Gepräch mit Alf Haubitz über „Journal einer Unzugehörigkeit“. Danke dafür!
Wer hören mag, HIER lang.
Besprechung in Signaturen-Magazin

Was für eine kluge, feinfühlige, aufmerksame Rezension auf mein Buch. Ich freue mich sehr darüber.
Herzlichen Dank an Monika Wasik, Kristian Kühn und Signaturen!
I did it my way
Heute vor 25 Jahren habe ich eine Grenze überschritten. Ich meine es buchstäblich, es war die Grenze zwischen Polen und Deutschland. Es gab noch diese Grenze in Hennersdorf. Obwohl die Beamten von beiden Seiten für mich ungewöhnlich gelassen I did it my way weiterlesen
Am 2.April in Wiesbaden
Die Buchpremiere meines „Journals einer Unzugehörigkeit“ hat mich beglückt: Das volle Haus, so voll, dass zusätzliche Sitzgelegenheiten in einem Nebenraum von Cru organisiert wurden, und trotzdem haben nicht alle geschafft, reinzukommen. Der Büchertisch leer gefegt, Gratulationen, positiver Feedback live sowie auf allen virtuellen Kanälen… Ich bin erfüllt und dankbar.

„Journal einer Unzugehörigkeit“, Anfang.
Zum ersten Mal bin ich mit vier von Zuhause ausgebüxt. Liebe hat mir keiner beigebracht. Zugehörigkeit spürte ich nie. Meine Gefühlswelt war mit Beklemmung und Neid ausgefüllt, vermengt mit den Wünschen, der Mutter alles recht zu machen und ein Einzelkind zu sein. Ich wollte bekommen, was ich sonst nie bekam, zum Beispiel Briefmarken mit Schmetterlingen. „Journal einer Unzugehörigkeit“, Anfang. weiterlesen Warme Arktische Nächte. Rezension
„Also die Fragen. Es sind eher Sätze, die sich an der Schwelle zwischen Fragen und Behauptungen befinden, und wie kann es auch anders sein – in dem Roman verschmelzen Erinnerung und Erschaffung der Vergangenheit durch Benennung. Tarnawsky schreibt ja nicht „Tanzten Vater und Mutter?“, nein, er schreibt „Vater und Mutter tanzten?“ – als ob er sich nicht ganz sicher wäre, aber sich fast um jeden Preis mit dieser Frage selbst überzeugen will: ja, sie tanzten! Sie tanzten, sie „zogen komplexe unbegreifliche Muster auf dem Untergrund des Fußbodens nach“.
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